Abtei Sankt Bonifaz

Abtei Sankt Bonifaz

Das Kloster Andechs ist das Wirtschaftsgut der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München. Die Abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs bildet ein Kloster an zwei Orten. Mit seinen Wirtschaftsbetrieben ermöglicht das Kloster Andechs das pastorale, wissenschaftliche und soziale Engagement der Mönche in Sankt Bonifaz.

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ORT DER HEILUNG UND DES HEILES –
DAS BILDPROGRAMM IN DER WALLFAHRTSKIRCHE

Das Bildprogramm von Johann Baptist Zimmermann im Innern der Andechser Wallfahrtskirche stellt den Heiligen Berg Bayerns nicht nur als Ort der Heilung, sondern auch als Ort des Heiles vor.

Beim Betreten der Wallfahrtskirche sieht der Besucher direkt über sich im Gewölbefresko, wie durch das Gnadenbild der thronenden Muttergottes von Andechs am Ammersee Kranke Heilung erlangen. Doch ist der Heilige Berg Bayerns nicht nur ein Ort der Heilung, sondern auch ein Ort des Heils.


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Wer sich um die vier Kardinaltugenden Gerechtigkeit, Weisheit, Tapferkeit und Maß und die drei göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe müht, dem wird im großen Fresko des Mittelschiffs über der Fürstengruft der Lohn in Aussicht gestellt: Christus, der Auferstandene. Wie Christus vom Ölberg aus in den Himmel fuhr, so wird auch der gläubige Christ einst auferstehen und seine Vollendung bei Gott finden.

Deckenfresken der Seitenschiffe

Die Deckenfresken der Seitenschiffe beziehen sich jeweils auf den Patron des nächstgelegenen Seitenaltars. J.B. Zimmermann malte an das Gewölbefeld über dem Michaelsaltar am Südportal ein Wunder, das der Erzengel am Monte Gargano in Apulien wirkte. Über dem gegenüberstehenden Johannesaltar ist zu sehen, wie Maria Johannes, dem Lieblingsjünger Jesu, eine Stola überreicht, die auch zum Heiltumsschatz von Andechs gehört. Das Deckenfresko zum Benediktsaltar zeigt, wie sich Benedikt zur Abwehr einer Versuchung in Dornen wälzt, von denen ebenfalls Überreste nach Andechs gelangten. Über dem Rassoaltar ist dokumentiert, wie der Andechser Graf mit dem so genannten „Siegeskreuz Karls des Großen“ von einer Anhöhe aus die Ungarn in die Flucht schlägt. Durch ihren Bezug auf Reliquien des Heiligen Schatzes veranschaulichen diese Bilder den Heiligen Berg als Zufluchtsort bei Bedrohungen für Leib und Seele.

Der Andechser Heiligenhimmel

Über dem Gnadenaltar sind im „Andechser Himmel“ Gruppen von Menschen um die Dreihostienmonstranz versammelt. Es sind Heilige, die mit diesen Hostien angeblich in Zusammenhang standen, Heilige und Selige des Andechser Grafengeschlechts sowie Heilige aller Stände, von denen Reliquien in Andechs aufbewahrt sind bzw. waren oder die hier besonders verehrt wurden.

Die Emporenbrüstung

An der Emporenbrüstung erzählen 26 Bilder die Geschichte des Heiligen Schatzes vom Erwerb der ersten Heiltümer durch Graf Rasso, über den Ursprung der Heiligen Drei Hostien und ihren Weg nach Andechs, die Auffindung des Heiligen Schatzes nach dem Untergang des Andechser Grafengeschlechts, die Verehrung der Heiltümer während des Heiligen Jahres 1392 in München, den vergeblichen Versuch der schwedischen Truppen während des 30-jährigen Kriegs, die frühbarocke Marienstatue des Hochaltars zu stürzen, bis hin zur Feuersbrunst von 1669, die Kirche und Kloster, nicht jedoch die Kapelle mit dem Heiligen Schatz vernichtete.

Stifter und Wohltäter

In den Gewölben des Altarraums weisen Wappen auf Stifter und Wohltäter der Kirche hin: auf Bayernherzog Albrecht III. und seine Gemahlin Anna von Braunschweig, auf Erzherzog Sigmund von Tirol sowie die Habsburger Kaiser Friedrich III. und/oder Maximilian I.; dazu die Wappen von Augsburg, dem Sitz des zuständigen Diözesanbischofs und München als Residenzstadt. Dazu gehört auch die Büste Herzog Albrechts III., der in „ewiger Anbetung“ zum Hochaltar blickt.

Unsere Kunstführer finden Sie auch im Andechser Klosterladen.

Großer Kunstführer,
2. Auflage 2005
Kloster Andechs
ca. 96 Seiten, ca. 70 Farbabbildungen, 17 x 24 cm, Hardcover
Kleiner Kunstführer,
13. völlig neu bearbeitete Auflage 2005
Kloster Andechs
ca. 36 Seiten, ca. 24 Farbabbildungen, 12 x 17 cm

HOCHALTAR

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SEITENALTÄRE

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