Abtei Sankt Bonifaz

Abtei Sankt Bonifaz

Das Kloster Andechs ist das Wirtschaftsgut der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München. Die Abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs bildet ein Kloster an zwei Orten. Mit seinen Wirtschaftsbetrieben ermöglicht das Kloster Andechs das pastorale, wissenschaftliche und soziale Engagement der Mönche in Sankt Bonifaz.

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DER HOCHALTAR – MARIANISCHE GNADENSTÄTTE

Der 1755 geweihte Doppelhochaltar geht in seinen Grundzügen auf einen Entwurf von Johann Baptist Zimmermann.

Er ist Ausdruck einer seit dem Dreißigjährigen Krieg immer deutlicher hervortretenden Marienfrömmigkeit am Heiligen Berg. Der Doppelhochaltar ist entsprechend dem Kirchenraum zweigeschossig gestaltet.


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Unten befindet sich der eigentliche Wallfahrtsaltar, oben der Choraltar der Mönche. Bei beiden steht die Verehrung Mariens im Mittelpunkt. In der Nische des Wallfahrtsaltars thront die Madonna mit dem Christuskind. Durch Krone, Zepter und Brustschild ist sie als Königin des Himmels gekennzeichnet. Der sinnende Knabe hat von einer Weintraube eine Beere gepflückt. Sie deutet die im Spätmittelalter häufig anzutreffende Darstellung Christi in der Weinkelter an. Christus wird in der Kelter der Passion gepresst und spendet den Wein der Gnade (vgl. Jesus Sirach 24,17).

Die Patrone der Kirche

Das Bildwerk der Gottesmutter wird flankiert von den Statuen der Patrone der Kirche: links der heilige Nikolaus von Myra  als Patron u. a. der Pilger und Fährleute, und rechts die hl. Landgräfin Elisabeth von Thüringen (mit Brot für die Armen) als die berühmteste Heilige aus dem Geschlecht der Grafen von Andechs. Der Tabernakel wurde von dem Münchener Goldschmied Johann Michael Roth gefertigt.

Der obere Hochaltar

Im oberen Altars findet sich eine weitere Marienfigur, die wegen ihrer Standhaftigkeit im Dreißigjährigen Krieg ebenfalls zeitweise als Gnadenbild verehrt wurde. Demütig und helfend öffnet sie ihre Arme. Dieses Schnitzwerk von Hans Degler (1564–1635) stammt vom frühbarocken Hochaltar zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Die seitlich angebrachten Figuren des heiligen Benedikt und der heiligen Scholastika wurden von F. X. Schmädl geschaffen. Ebenfalls Werke Schmädls sind die Statuen auf der Emporenbalustrade, die vom oberen Altar zu den Freipfeilern des Kirchenraums überleiten. Sie stellen den hl. Florian, den Patron bei Feuersnöten, vor Augen, dessen Beistand das Blitzschlag gefährdete Andechs besonders bedarf, sowie den hl. Johannes von Nepomuk, den die Schiffer des Ammersees bei Gefahr anzurufen pflegten.

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