Abtei Sankt Bonifaz

Abtei Sankt Bonifaz

Das Kloster Andechs ist das Wirtschaftsgut der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München. Die Abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs bildet ein Kloster an zwei Orten. Mit seinen Wirtschaftsbetrieben ermöglicht das Kloster Andechs das pastorale, wissenschaftliche und soziale Engagement der Mönche in Sankt Bonifaz.

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Brauerei-Erweiterung eingeweiht

Am späten Vormittag des 7. Oktober hat die neue Füllerei in der neuen Halle der Klosterbrauerei Andechs ihren Betrieb aufgenommen.

Offizieller Start für die neue Füllerei: Alexander Reiss, Betriebsleiter der Klosterbrauerei, Abt Dr. Johannes Eckert, Veronika Ettstaller, bayerische Bierkönigin, Christian Rieger, kfm. Leiter der Wirtschaftsbetriebe und Staatsminister Dr. Florian Herrmann (v.l.n.r.); (c) Stefan Schuhbauer-von Jena

Gemeinsam mit dem Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, gaben Abt Dr. Johannes Eckert, Betriebsleiter Alexander Reiss und der kaufmännische Leiter Christian Rieger das Startsignal für die Abfüllung der Andechser Klosterbiere.

Neben der Füllerei stehen in der neu gebauten Halle neue Lagerflächen für über eine Million Flaschen Andechser Klosterbier zur Verfügung. Mit Kosten von rund 12 Millionen Euro ist es die größte Einzel-Investition des Klosters Andechs in die eigene Brauerei seit dem vollständigen Neubau der Klosterbrauerei 1973/84.

Bis zu 24.000 Mal in der Stunde ein Stück „Andechser Gefühl“ bringt die neue Füllerei der Klosterbrauerei in die Flasche.

Dank und Anerkennung zur Eröffnung

Abt Johannes Eckert sagte anlässlich der Eröffnung: „In den vergangenen 14 Jahren haben wir unsere Brauerei immer wieder erneuert, auch um die strengen EMAS – Umweltstandards einzuhalten. Mit dieser Erweiterung ist ein weiterer wichtiger Schritt getan, den wir gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den beteiligten Firmen gehen konnten. Dafür sind wir sehr dankbar. Es ist die größte Investition seit dem Neubau der Brauerei 1973/ 84 unter der Verantwortung unseres damaligen Cellerars Pater Daniel Gerritzen. So können sich unsere Kunden und Gäste weiter auf unsere hohe Produktsicherheit und –qualität verlassen und auch künftig ein Stück Andechser Lebensfreude in unseren Bieren genießen.“

Staatsminister Dr. Florian Herrmann betonte in seinem Grußwort: „Kloster Andechs ist Bayern pur. Hundertausende Besucher aus Bayern und aller Welt pilgern jedes Jahr auf den „heiligen Berg“. Das Kloster mit seiner Brauerei steht für Tradition und Werte und gleichzeitig für Innovation und Fortschritt. Christliches, soziales Engagement und höchst erfolgreiches Unternehmertum gehen hier vorbildlich Hand in Hand. Die 12-Millionen-Euro schwere Investition in die Brauereierweiterung zeigt: Hier wird in die Zukunft investiert, damit Kloster und Brauerei noch lange so ein einzigartiges Aushängeschild unserer Heimat bleiben“.

Als Vertreter von Landrat Karl Roth unterstrich Tim Weidner die Verwurzelung des Klosters und seiner Brauerei im Landkreis: „Sie stehen für gelebte Gastfreundschaft und machen den Landkreis Starnberg seit langer Zeit zu einem sehr beliebten Ziel vieler Menschen aus Nah und Fern.“

Bürgermeisterin Anna Elisabeth Neppel sprach von einem wichtigen Meilenstein für Ökologie und Nachhaltigkeit in der Gemeinde Andechs: „Das Bier der Klosterbrauerei Andechs wird in privilegierter Lage, geprägt von langer Tradition mit modernster Technologie erfinderisch und erstklassig gebraut.“

Ein Prosit am neuen Füller auf die Erweiterung unserer Klosterbrauerei: Betriebsleiter Alexander Reiss, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, Dr. Ute Eiling-Hütig MdL, Michael Kießling MdB, bayerische Bierkönigin Veronika Ettstaller, stv. Landrat Tim Weidner, Christian Rieger, kfm. Leiter der klösterlichen Wirtschaftsbetriebe und Abt Dr. Johannes Eckert (v.l.n.r.); Foto: Stefan Schuhbauer-von Jena

Ein besonderes Projekt für beteiligte Firmen

Vertreter der beteiligten Firmen, darunter die Firmen Josef Hebel in Memmingen, Krones in Neutraubling und BMS Maschinenfabrik in Pfatter, betonten die konstruktive Zusammenarbeit bei diesem für sie besonderen Projekt.

2.500 Quadratmeter für Flaschen-Füllerei, Palettierer und Lager

Auf einer Fläche von fast zehn Tennisplätzen sind in der rund 2.500 Quadratmeter großen Halle Flaschen-Füllerei und Palettier-Anlage samt Lager untergebracht.

Der Ende August 2018 begonnene Neubau schließt sich im Osten an den 1973 fertig gestellten Flachbau an und fügt sich in den Abmessungen harmonisch an den bisherigen Baukörper an.

Neue Flaschen-Füllerei

Die neue Flaschen-Füllerei füllt bis zu 24.000 Flaschen in der Stunde. Dies stellt keine Erweiterung der bisherigen Füll-Kapazitäten dar.

Der Vorteil der neuen Füllerei liegt zum einem darin, dass der vollautomatische Füller direkt mit dem Produktionssystem Proleit kommuniziert. Zum anderen konnte die Umweltverträglichkeit der Füllerei wesentlich verbessert werden.

Der Gesamtenergieverbrauch sinkt von derzeit 0,046 kWh pro produziertem Liter Bier auf 0,034 kWh. Durch eine effizientere Wasser-Nutzung wird der Wasserverbrauch in der Flaschen-Füllerei von derzeit 0,66 Liter pro produziertem Liter Bier auf etwa 0,36 Liter zurückgehen. Ein noch besser dosierbarer Einsatz von Reinigungsmitteln minimiert die Umweltbelastung zusätzlich.

Durch die getrennte Aufstellung von Flaschen-Füller und Etikettierer sind zudem Wartung und Instandhaltung weit weniger aufwändig. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Arbeitnehmerschutz. Durch spezielle Dämmstoffe ist der Lärmpegel in der neuen Füllerei deutlich reduziert. Lüftungsanlagen und Filter sorgen für bessere Luftzirkulation und -reinheit.

Erweiterte Lagerkapazitäten

In der neuen Lagerhalle für das Leergut finden rund 1.500 Paletten mit jeweils 40 Bierträgern, also insgesamt 1,2 Millionen 0,5l - Flaschen Platz. Die neue Halle bringt deutliche Verbesserungen für die logistische Abwicklung auf dem Betriebsgelände.

Zum einen lagert das Leergut ohne Witterungseinflüsse. Zum anderen rückt es räumlich näher an die Füllerei heran, was die Transportwege auf dem Betriebsgelände verkürzt und Arbeitsabläufe effizienter macht.

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Das Stichwort: Klosterbrauerei Andechs

Mit der Erweiterung der Klosterbrauerei sichert die klösterliche Gemeinschaft die ökonomische Grundlage des Klosters und setzt weiter auf eine eigene konzernunabhängige Brauerei. Sie sichert langfristig Arbeitsplätze und trägt damit unter anderem die Obdachlosen- und Bildungsarbeit in Sankt Bonifaz.

Die Klosterbrauerei Andechs ist heute in Deutschland die größte von nur noch wenigen authentischen Klosterbrauereien, die von einer Ordensgemeinschaft völlig konzernunabhängig geführt wird. Gebraut und abgefüllt wird nur in Andechs. Ihr Ausstoß liegt bei über 100.000 Hektoliter pro Jahr. Seit 2003 hat die klösterliche Gemeinschaft rund 30 Millionen Euro in die eigene Brauerei investiert.

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Technische Daten

Neue Halle  
Maße: 60 m x 40,7 m x 8,5 m
Gesamtfläche: rund 2.500 qm
davon Füllerei: 900 qm
  Palletierer und Lager:1.000 qm
  Technikachse: 600 qm
Menge Beton: 2.100 cbm
Menge Baustahl: 220 Tonnen
40 Stützpfeiler: 8m hoch; jew. 3 - 6 t
145 Wand-Bauteile: 6 -12 t schwer
Lüftungsanlage: 25.000 cbm Luft/ Std.
Holz-Außenverkleidung: ca. 450 qm Weißtanne
Beleuchtung: LED Innen und Außen
Flaschen-Füllerei: 24.000 Flaschen/ Std.
Gesamtenergieverbrauch: ca. 0,034 kWh/ 1l Bier
Wasserverbrauch: ca. 0,36 l/ 1l Bier
Edelstahlverrohrung: 3.000 m
Heizung: Betonkernaktivierung/ Fußbodenheizung
Gesamtkosten: rund 12 Millionen Euro
Fertigstellung: 7. Oktober 2019

Ansprechpartner

Martin Glaab
Leiter Öffentlichkeitsarbeit
Straße:Bergstraße 2
Ort: 82346  Andechs
Telefon:+49 8152 376-290
Fax:+49 8152 376-450290
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