Abtei Sankt Bonifaz

Abtei Sankt Bonifaz

Das Kloster Andechs ist das Wirtschaftsgut der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München. Die Abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs bildet ein Kloster an zwei Orten. Mit seinen Wirtschaftsbetrieben ermöglicht das Kloster Andechs das pastorale, wissenschaftliche und soziale Engagement der Mönche in Sankt Bonifaz.

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DREIHOSTIENFEST MIT ERZBISCHOF BURGER

Mit Stephan Burger, Erzbischof von Freiburg, kommt am 29. September ein Bischof zum Dreihostienfest, der mit Andechs und den Benediktinern seit Jahren eng verbunden ist. Der Festgottesdienst beginnt um 9.30 Uhr in der Wallfahrtskirche. Die Prozession mit der Dreihostienmonstranz schließt sich an.

Eine Pontifikalvesper um 15.00 Uhr in der Andechser Wallfahrtskirche beschließt diesen besonderen Festtag am Heiligen Berg Bayerns.

Dr. Stephan Burger, Erzbischof von Freiburg (Foto: Roger+Köppe; Erzbistum Freiburg)

Für die Pilger-Bewegung der letzten Jahre sieht Erzbischof Burger im Interview mit dem Andechser Bergecho vielfältige Gründe:

„Die Sehnsucht des Menschen, in seinem Leben einen Sinn zu erkennen, die Suche danach, drückt sich gerade auch darin aus, sich auf den Weg zu machen, unterwegs zu sein. Hier spielen dann heilige Orte eine besondere Rolle, Orte an denen man sich geborgen fühlt, die Kraft schenken, Orte die einen zur Ruhe kommen lassen und die aufgrund ihrer Geschichte noch einmal einen Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit herstellen (…).“

Auf die Frage, wo die Kirche heute neu aufbrechen müsse, antwortete Erzbischof Burger, dass die Kirche immer der Erneuerung bedürfe. Wörtlich meinte Burger: „Der entscheidende Schritt ist für mich der, selbst diesen Weg der Erneuerung, der Umkehr, der Hinwendung zu Christus zu gehen und zu leben. Hier muss ich mich bewegen, bevor ich an andere Erwartungen und Anforderungen richte.“

Langjährige Verbundenheit mit den Benediktinern und mit Andechs

Mit Stephan Burger kommt ein Erzbischof nach Andechs, der schon als Schüler, Theologiestudent und Pfarrer auf dem Heiligen Berg zu Gast war. Auch mit den Benediktinern ist er eng verbunden. Sein jüngerer Bruder Tutilo Burger ist Erzabt der Benediktinerabtei Beuron.

Stephan Burger (geb. 1962) wurde nach dem Studium der Philosophie und Theologie in Freiburg und München 1990 von Erzbischof Oskar Saier zum Priester geweiht. Nach Vikarsjahren in Tauberbischofsheim und Pforzheim wurde er 1995 Pfarrer in St. Leon-Rot, nahe Heidelberg. Neben seinem Dienst als Pfarrer absolvierte er von 2004 bis 2006 ein Aufbaustudium am Institut für Kirchenrecht der Universität Münster, das er mit dem Lizentiat im Kanonischen Recht abschloss. Bereits seit 2002 war Burger am Offizialat, dem kirchlichen Gericht des Erzdiözese Freiburg, unter anderem als Kirchenanwalt tätig. 2007 bis 2014 leitete Stephan Burger selbst das Offizialat.

Am 30. Mai 2014 ernannte Papst Franziskus Stephan Burger zum neuen Erzbischof von Freiburg. Sein Vorgänger Robert Zollitsch weihte ihn am 29. Juni 2014. Burger leitet seit 2014 die für Misereor zuständige Kommission für Entwicklungsfragen der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Als Vorsitzender des höchsten Leitungsgremiums des bischöflichen Hilfswerks verantwortet er als „MISEREOR-Bischof“ die Entwicklungs-zusammenarbeit mit Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien und die damit verbundenen Geldmittel.

Die Geschichte der Heiligen Drei Hostien

Die Heiligen Drei Hostien sind schon im 12. Jahrhundert aus Rom über Bamberg auf die Andechser Burg gekommen. Die Wiederauffindung 1388 erregte großes Aufsehen und belebte die Andechser Wallfahrt neu, deren Anfänge ins 11. Jahrhundert zurückreichen.

Der päpstliche Kardinallegat Nikolaus von Kues heißt die Wallfahrt Mitte des 15. Jahrhunderts für gut und empfiehlt ihre weitere Durchführung. Im Zuge der Wiederbelebung der Wallfahrt wird zu Beginn des 15. Jahrhundert der Bau der Andechser Wallfahrtskirche in Angriff genommen. Herzog Ernst von Bayern fördert Wallfahrt und Seelsorge auf dem Heiligen Berg. 1455 erfolgt die Stiftung des Benediktklosters durch seinen Sohn, Herzog Albrecht III.

So wird aus dem Andechser Burghügel des Andechser Grafengeschlechtes der „Heilige Berg“ Bayerns. Das Dreihostienfest wird jährlich am letzten Sonntag im September - dem alten Andechser Kirchweihfest - gefeiert. Nach dem Festgottesdienst wird die Dreihostienmonstranz in feierlicher Prozession um den Heiligen Berg getragen. Im Dreihostienfest kommt Andechs als ursprüngliche Christus - Wallfahrt zum Tragen. Der in Brot und Wein gegenwärtige Herr Jesus Christus wird hier verehrt. Das Andechser Dreihostienfest erinnert daran, dass Jesus Christus in seiner Kirche lebt und Menschen im Glauben zusammenführt. So ist das Dreihostienfest auch Zeichen für die Völkerwallfahrt, wie sie Jesaja beschreibt (Jes 25,6-10). Gott selbst lädt ein zum Gastmahl auf seinen Hl. Berg.