Abtei Sankt Bonifaz

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Das Kloster Andechs ist das Wirtschaftsgut der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München. Die Abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs bildet ein Kloster an zwei Orten. Mit seinen Wirtschaftsbetrieben ermöglicht das Kloster Andechs das pastorale, wissenschaftliche und soziale Engagement der Mönche in Sankt Bonifaz.

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DREIHOSTIENFEST MIT BISCHOF ACKERMANN

Mit Stephan Ackermann kam am 30. September ein Bischof zum Dreihostienfest, mit dessen Bistum Trier der Heilige Berg über die Heilig Rock-Wallfahrt lange verbunden ist. In seiner Predigt warb Bischof Ackermann für eine neue Ehrfurcht im Umgang mit Jesus in der Gestalten von Brot und Wein.

Neue Ehrfurcht im Umgang mit der Eucharistie

"Machen wir uns das Programm der Eucharistie zu eigen" (Bischof Stephan Ackermann)

Bischof Ackermann warb für eine neue Ehrfurcht im Umgang mit der Eucharistie. Sie könne deutlich machen, dasss es darum geht, im Stauen und mit Behutsamkeit das Programm von Jesus zum eigenen Programm zu machen: Leben, das so zerbrechlich sei wie die Hostie, als Geschenk und Gabe zu betrachten und es zu erhalten.  Umso schändlicher sei es, so Bischof Ackermann mit Blick auf die vielen Fälle von Mißbrauch in der katholischen Kirche, wenn "Diener der Eucharistie" ihren Einfluß auf so verwerfliche Weise mißbrauchten. Mit einer neuen Ehrfurcht vor der Eucharistie könne das Leben jedes einzelnen insgesamt zu einer Verehrung von Jesus in den Gestalten von Brot und Wein werden.

Bischof Ackermann spendet den Segen mit der Dreihostienmonstranz (Foto: Kloster Andechs).

Verbindung von Trier und Andechs

Zur Verbindung von Trier und Andechs sagte Bischof Ackermann schon vorab in einem Interview mit dem Andechser Bergecho im Blick auf den Heiligen Rock und die Drei Heiligen Hostien: "Der Heilige Rock und die Heiligen Hostien sind Christusreliquien. Sie verweisen ganz und gar auf die Mitte unseres Glaubens, auf Jesus Christus, den Heiligen schlechthin."

Die Geschichte der Heiligen Drei Hostien

Die Heiligen Drei Hostien sind schon im 12. Jahrhundert aus Rom über Bamberg auf die Andechser Burg gekommen. Die Wiederauffindung 1388 erregte großes Aufsehen und belebte die Andechser Wallfahrt neu, deren Anfänge ins 11. Jahrhundert zurückreichen.

Der päpstliche Kardinallegat Nikolaus von Kues heißt die Wallfahrt Mitte des 15. Jahrhunderts für gut und empfiehlt ihre weitere Durchführung. Im Zuge der Wiederbelebung der Wallfahrt wird zu Beginn des 15. Jahrhundert der Bau der Andechser Wallfahrtskirche in Angriff genommen. Herzog Ernst von Bayern fördert Wallfahrt und Seelsorge auf dem Heiligen Berg. 1455 erfolgt die Stiftung des Benediktklosters durch seinen Sohn, Herzog Albrecht III.

So wird aus dem Andechser Burghügel des Andechser Grafengeschlechtes der „Heilige Berg“ Bayerns. Das Dreihostienfest wird jährlich am letzten Sonntag im September - dem alten Andechser Kirchweihfest - gefeiert. Nach dem Festgottesdienst wird die Dreihostienmonstranz in feierlicher Prozession um den Heiligen Berg getragen. Im Dreihostienfest kommt Andechs als ursprüngliche Christus - Wallfahrt zum Tragen. Der in Brot und Wein gegenwärtige Herr Jesus Christus wird hier verehrt. Das Andechser Dreihostienfest erinnert daran, dass Jesus Christus in seiner Kirche lebt und Menschen im Glauben zusammenführt. So ist das Dreihostienfest auch Zeichen für die Völkerwallfahrt, wie sie Jesaja beschreibt (Jes 25,6-10). Gott selbst lädt ein zum Gastmahl auf seinen Hl. Berg.