Abtei Sankt Bonifaz

Abtei Sankt Bonifaz

Das Kloster Andechs ist das Wirtschaftsgut der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München. Die Abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs bildet ein Kloster an zwei Orten. Mit seinen Wirtschaftsbetrieben ermöglicht das Kloster Andechs das pastorale, wissenschaftliche und soziale Engagement der Mönche in Sankt Bonifaz.

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19. März Josefi-Tag am Heiligen Berg Andechs

06.03.2019

Zu Ehren des Heiligen Josef findet am Dienstag, den 19. März, um 10 Uhr eine Heilige Messe in der Wallfahrtskirche statt. Im Anschluss daran bietet das Bräustüberl allen Josefs, Sepps und Josefinen wieder ein besonderes Geschenk.

Darstellung des Heiligen Josef in der Andechser Wallfahrtskirche

Gegen Vorlage des Personalausweises an der Bräustüberl-Schänke erhält Jede und Jeder eine Maß Freibier. Der Ausschank erfolgt im Bräustüberl zwischen 10 und 20 Uhr. Gleichzeitig endet mit dem Josefitag auch der Ausschank des Andechser Winterbieres 2019.

Schauspielerin Josepha Wagner an Josefi zu Gast
Mit vielen anderen Josefs und Josefinen feiert die Schauspielerin Josepha Wagner ihren Namenstag in diesem Jahr am Heiligen Berg Bayerns. Sie ist mit Andechs über ihre Engagements bei den Andechser Miniaturen des Freundeskreises 2018 und den Carl Orff-Festspielen 2014/ 15 seit langem verbunden.Was Josepha Wagner mit Andechs und dem Josefitag verbindet und wie sie ihn feiert, können die Besucher des Bräustüberls am 19. März zwischen 14 und 15 Uhr direkt von ihr im Bräustüberl erfahren.

Den heute für Mädchen ungewöhnlichen Namen verdankt sie dem Zögern ihrer Mutter: „Ich glaube meine Mama hat lange gedacht, dass ich ein Junge werde. Erst einige Tage nach der Geburt stand dann „Josepha“ fest. Mit diesem Namen zeigt sich die Verbundenheit meiner Familie mit Bayern. Meine Mama kommt aus der Landwirtschaft und hier war der Josefi-Tag lange ein hoher Feiertag. So konnte der Namenstag auch nicht in Vergessenheit geraten.“ Erst mit der Zeit hat Josepha ihren Namen schätzen gelernt: „Ich kann mich erinnern, dass ich ihn immer sehr leise ausgesprochen habe, wenn ich gefragt wurde, wie ich heiße; denn Abkürzungen wie „Seppa“ oder „Seppl“ fand ich schrecklich. Heute liebe ich meinen Namen. Manche meinen, es ist mein Künstlername, aber nein: So heiße ich. Heute lieber denn je.“

Für Josef Eckl, den Leiter des Andechser Bräustüberls, ist der Tag in mehrfacher Hinsicht speziell: „Für mich ist es eine große Ehre, den Namen Josef zu tragen. Schon mein Vater hieß Josef und so ist mit diesem Namen auch ein Stück Familiengeschichte lebendig. Besonders freut es mich natürlich, dass ich meinen Namenstag an einem Ort wie Andechs feiern kann, wo das Josefi-Brauchtum mit „Mess und Maß“ so bodenständig gepflegt wird.“

Der hebräische Name Josef kann in etwa übersetzt werden mit „Gott hat hinzugefügt“. Deshalb wird Josef in einigen biblischen Kalendern auch "Josef der Vermehrer" genannt.

Der Josefi-Tag und seine Geschichte
In römischer Zeit fiel auf diesen Tag das Fest der Minerva, der Göttin der Handwerker. Mit dem Fest des Heiligen Josef wurde dieser Tag in die christliche Tradition integriert. Als kirchlicher Gedenktag ist der Josefitag seit dem 10. Jahrhundert bekannt. Im 14. Jahrhundert förderten vor allem die Franziskaner die Verehrung des Heiligen Josef. Seit 1729 ist der Festtag für die ganze katholische Kirche vorgeschrieben. Papst Pius IX. ernannte Josef 1870 zum Patron der ganzen katholischen Kirche. Das Fest "Heiliger Josef, der Arbeiter" am 1. Mai wurde 1955 als Gedenktag eingeführt. Bis 1968 war der Josefitag in Bayern gesetzlicher Feiertag. Mit dem Josefitag ist auch ein wichtiges Datum in der jüngeren Andechser Geschichte verbunden. Am 19. März 1952 wurde das Bräustüberl erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wieder eröffnet.

Reiches Brauchtum
Mit dem Josefitag war auch lange Zeit ein reiches Brauchtum verbunden. Mädchen bekamen Blumensträuße, die bei der Suche nach dem richtigen Ehemann helfen sollten. Frisch verheiratete Ehepaare trugen an diesem Tag sogenannte Josefsringe, um die eheliche Treue besonders zu schützen. „Josef“ zählt bis heute zu den Vornamen, die weltweit sehr stark verbreitet sind. Weit über hundert verschiedene Varianten des Namens - zum Beispiel auch in vielen asiatischen Sprachen – kann man heute nachweisen.