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HEILIGE KAPELLE – HEILIGER SCHATZ
Abtei Sankt Bonifaz

Abtei Sankt Bonifaz

Das Kloster Andechs ist das Wirtschaftsgut der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München. Die Abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs bildet ein Kloster an zwei Orten. Mit seinen Wirtschaftsbetrieben ermöglicht das Kloster Andechs das pastorale, wissenschaftliche und soziale Engagement der Mönche in Sankt Bonifaz.

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HEILIGE KAPELLE – HEILIGER SCHATZ

Die bedeutendste unter den Seitenkapellen ist die Heilige Kapelle, der Aufbewahrungsort des Andechser Heiltums im ersten Obergeschoss an der Nordflanke der Wallfahrtskirche.

Die Heilige Kapelle wurde 1472 geweiht und 1518 nach Osten verlängert und mit einem spätgotischen Netzgewölbe versehen. Bei der Feuerkatastrophe von 1669 blieb sie dank ihrer eisenbeschlagenen Tür unversehrt.


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Diese wird durch drei Querriegel mit je einem Schloss gesichert. 1672 erhielt die Kapelle ein schönes schmiedeeisernes Gitter. Auf Anordnung von Kurfürst Max III. Joseph wurde sie 1756/57 erneut renoviert. Seit 1994 steht an der Stirnseite der Heiligen Kapelle wieder der Rokoko-Schreinaltar aus dem Jahr 1757 der zeitweise in die Reliquienkapelle ausgelagert war.
In seinem Zentrum wird die Reliquienmonstranz verwahrt, eine süddeutsche Arbeit um 1432/33. Sie umschließt das Kernstück des Andechser Heiltums, die Heiligen Drei Hostien. Zwei der Hostien sollen von Papst Gregor dem Großen herrühren und weisen blutfarbig das Kreuz bzw. ein Fingerglied auf Die dritte mit dem Monogramm Jesu in Blut soll auf Papst Leo IX. zurückgehen.

Weitere bekannte Stücke des Heiligen Schatzes:

  • die Reliquiare mit einem Zweig der Dornenkrone Christi bzw. mit dem „Spottzepter Christi“
  • Das so genannte „Siegeskreuz Karls des Großen“ (aus dem Schwäbischen um 1140). Ein Engel überbrachte es der Legende nach Kaiser Karl dem Großen, danach gelangte es in den Besitz von Graf Rasso, der es dann in Ungarn verlor. Königin Gertrud von Ungarn, aus dem Geschlecht der Andechs – Meranier, soll es schließlich auf ihre Stammburg nach Andechs gebracht haben.
  • Das so genannte „Elisabethkreuz“ mit Maria, Johannes und den Symbolen der vier Evangelisten aus der Zeit um 1400. Das Kreuz soll Papst Gregor IX. Elisabeth, der thüringischen Landgräfin,überreicht haben.
  • Das „Brautkleid der heiligen Elisabeth“ aus byzantinischem Seidenstoff aus der Zeit des 11./12. Jahrhunderts.
  • Die von einem Florentiner Goldschmied geschaffene „Goldene Rose“ hat möglicherweise Papst Nikolaus V. Herzog Albrecht III. geschenkt.

An der gleichen Wand hängt ein drittes spätgotisches Tafelbild, das zeigt, wie Papst Leo IX. im Bamberger Dom in Anwesenheit Kaiser Heinrichs II. die Wandlungsworte spricht und sich dabei das blutige IHS-Monogramm auf der Hostie abzeichnet.

Vom spätgotischen Heiltumsaltar von 1494 sind nur die beiden Flügeloberteile erhalten, die an der Südwand der Heiligen Kapelle angebracht sind. Ihre Außenseiten zeigen die beiden Päpste Gregor den Großen und Leo IX. mit den Heiligen Drei Hostien.

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