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ÖKOLOGISCHE LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT
Abtei Sankt Bonifaz

Abtei Sankt Bonifaz

Das Kloster Andechs ist das Wirtschaftsgut der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München. Die Abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs bildet ein Kloster an zwei Orten. Mit seinen Wirtschaftsbetrieben ermöglicht das Kloster Andechs das pastorale, wissenschaftliche und soziale Engagement der Mönche in Sankt Bonifaz.

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ÖKOLOGISCHE LAND- UND FORSTWIRTSCHAFT

Die Aufgaben der Kloster-Landwirtschaft haben sich seit der Wiedergründung 1850 stark geändert. Diente sie damals der Sicherung der Lebensgrundlage für die Klöster Andechs und Sankt Bonifaz, so werden heute Nahrungsmittel für viele Menschen produziert.

Seit Sommer 2015 leitet Markus die Landwirtschaft des Klosters Andechs und führt die ökologische Ausrichtung Land- und Forstwirtschaft konsequent fort. (Foto: Thomas Schmid)

Um dem Auftrag gerecht zu werden, gerade in einer klösterlichen Landwirtschaft die Schöpfung zu bewahren und die benediktinische Tradition fortzuführen, haben wir die klösterliche Landwirtschaft 1995 auf biologischen Landbau nach den Richtlinien des Naturlandverbandes umgestellt. Diese setzen einen vorsichtigen und maßvollen Umgang mit der Natur voraus. Die Land- und Forstflächen liegen zum Großteil in der unmittelbaren Umgebung des Heiligen Berges.

Ökologische Landwirtschaft

Seit 1990 wurde die Viehhaltung schrittweise aufgegeben und die Stallungen an das ortsansässige Landwirtsehepaar Metz verpachtet. Da die Familie Metz ebenfalls einen biologisch wirtschaftenden Milchviehbetrieb leitet, haben sich viele kooperative, wirtschaftliche Verflechtungen ergeben. Um eine artgerechte Tierhaltung zu betreiben, werden die Kühe in Tiefstreu gehalten. Das benötigte Stroh kommt von den Klösterlichen Ackerflächen. Im Gegenzug wird zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und zur Sicherung der Ernteerträge der gesamte Mistanfall auf den Ackerflächen des Klosters zur Düngung verwendet. Ferner nutzt die Familie Metz die Kleegrasflächen und die umliegenden Wiesen und Weiden des Klosters als Futtergrundlage für ihr Vieh.

Dinkel, Roggen, Weizen, Hafer, Futterbohnen und -erbsen

 In dieser Region sind jährlich ca. 1000 mm/m² Niederschlag und eine  durchschnittliche Jahrestemperatur von 7,2 Grad Celsius zu verzeichnen. Die Bodenbeschaffenheiten reichen von Schwemmland an der alten Ammer über Kiesböden bis hin zu anmoorigen Böden. Die Bonitäten der Böden reichen von 35 – 45 Punkten auf einer 100 Punkte – Skala. Die klösterliche Landwirtschaft umfasst 150 ha Nutzfläche, die sich in 110 ha Ackerfläche, 25 ha Wiesen und Weiden sowie in 15 ha Gewässer- und Hofflächen aufteilt. Die Ackerflächen dienen zur Erzeugung von Dinkel, Roggen, Weizen, Hafer, sowie Futterbohnen und -erbsen. Das gesamte Brotgetreide wird von der Hofpfisterei in München abgenommen. Sie stellt daraus unter anderem das “Andechser Brot” her.

Weiter entferntes Grünland - wie in Wessobrunn oder Pähl - ist verpachtet. Darüber hinaus betreut die Landwirtschaft die Streuobstanlagen rund ums Kloster. Die Früchte aus den Obstanlagen dienen zur Herstellung hochwertiger Spirituosen.


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Nachhaltige Forstwirtschaft

Ein weiterer Aufgabenbereich ist die Bewirtschaftung und Verwaltung der 160 ha Wald. Vor allem die alten Nadelholzbestände, d.h. ca. die Hälfte der Waldfläche, wurden in den Jahren 1990 und 1992 von den Stürmen stark beschädigt. Auf den entstandenen Kahlflächen werden - wie auch auf den übrigen Flächen - Mischwaldbestände herangezogen. Die anfallenden Forstarbeiten werden an Fremdfirmen vergeben. Auch die Forstflächen des Klosters unterliegen der zertifizierten nachhaltigen Waldbewirtschaftung nach dem deutschen PEFC (Pan European Forest Certification) System.

Der “Florian-Stadl”, ehemals Schweinestall und Heulager der Klösterlichen Landwirtschaft, wird heute für Konzerte und vielfältige Veranstaltungen genutzt.

Klostergut Andechs mit Goldplakette ausgezeichnet.

2009 ist die Landwirtschaft des Klosters Andechs ist mit der Goldenen Sicherheitsplakette der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (LBG) Franken und Oberbayern ausgezeichnet worden.

Neben anderen gelungenen Lösungen zur Erhöhung der Arbeitssicherheit auf dem Andechser Klostergut sind die Absturzsicherungen in verschiedenen Lagerräumen ein Grund für diese Auszeichnung der LBG gewesen. Der langjährige Leiter der klösterlichen Landwirtschaft Fritz Bernhard freute sich sehr über die Auszeichnung der LBG: „Arbeitssicherheit ist für das Klostergut ein besonders wichtiges Thema. Wir sind daher froh und dankbar für diese Auszeichnung. Sie zeigt, dass unsere Anstrengungen wahrgenommen und gewürdigt werden. Das spornt an.“

Damit bei den Arbeiten in den verschiedensten Räumen des Klosterguts niemand zu Schaden kommt, hat der Betrieb unter der Leitung des langjährigen Klostergutsverwalter Fritz Bernhard auch massiv in die Sicherheit investiert: So zum Beispiel Rückenschutz bei Leitern und schwenkbare Absturzsicherungsbügel.

ANDECHSER KRÄUTERGARTEN

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ANDECHSER WETTER

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Ansprechpartner

Markus Zwingenberger
Klostergutsverwaltung Andechs
Straße:Bergstraße 2
Ort: 82346  Andechs
Telefon:+49 8152 376-166
Fax:+49 8152 376-450-166
Email:zum Formular

Arbeitsgemeinschaft „Ökologie auf Kirchengrund“ (ÖAK)

Die Landwirtschaft des Klosters Andechs ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft „Ökologie auf Kirchengrund“.

Seit 2005 besteht die Arbeitsgemeinschaft, in der sich Klöster und kirchliche Einrichtungen in Bayern zusammengeschlossen haben, die ökologischen Landbau und/ oder Gartenbau betreiben. 2008 wurde die Arbeitsgemeinschaft für kirchliche Einrichtungen geöffnet, die in ihren Liegenschaften regenerative Energieträger nutzen.