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DIE GRÜNDUNG DES BENEDIKTINERKLOSTERS 1455
Abtei Sankt Bonifaz

Abtei Sankt Bonifaz

Das Kloster Andechs ist das Wirtschaftsgut der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München. Die Abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs bildet ein Kloster an zwei Orten. Mit seinen Wirtschaftsbetrieben ermöglicht das Kloster Andechs das pastorale, wissenschaftliche und soziale Engagement der Mönche in Sankt Bonifaz.

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DIE GRÜNDUNG DES BENEDIKTINERKLOSTERS 1455

Nach der Zerstörung der Burg Andechs 1246 galt der Reliquienschatz als verschollen bzw. verloren.

Mehr als 140 Jahre später hat der Überlieferung zufolge eine Maus während einer Messfeier in der ehemaligen Burgkapelle einen Reliquienzettel ans Tageslicht gezerrt. Darauf wurde gegraben.

Im Mai 1388 kam bei Grabungen in Anwesenheit der Wittelsbacher Herzöge Stephan III. und Friedrich unter dem Altar der Burgkapelle eine Kiste zum Vorschein, in der sich – eingehüllt in das Brautkleid der hl. Elisabeth – wesentliche Teile des Heiligen Schatzes befanden, u. a. die Heiligen Drei Hostien und das so genannte Siegeskreuz Karls des Großen, das einst in den Besitz des seligen Rasso gekommen sein soll.

Ende 1389 wurden die Reliquien nach München in die herzogliche Kapelle im Alten Hof gebracht, und während des Heiligen Jahres 1392 zur Verehrung ausgestellt. Schon damals wurden Opfergelder gesammelt mit dem Ziel auf dem Andechser Berg ein Kloster zu errichten. Seit 1394 deuten zahlreiche Stiftungen ebenfalls auf eine Klostergründung hin.


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Etwa in der Zeit zwischen 1416 und 1423 wurde die heute noch bestehende Kirche als dreischiffige gotische Hallenkirche erbaut. Bauherr war Herzog Ernst (1392–1438), der dem Andechser Berg auch den Namen „Heiliger Berg“ verlieh. Spätestens 1425 ist der Heiltumsschatz wieder in Andechs. Die Betreuung von Kirche und Wallfahrt zunächst durch die Augustinerchorherren von Diessen, dann durch ein Kollegiatstift für sechs Kanoniker und einen Propst, also eine Gemeinschaft von Weltpriestern, brachte nicht den gewünschten Erfolg. Daher erbat sich der Sohn von Herzog Ernst, Herzog Albrecht III. (1438–1460), nach Beratungen mit dem Kardinallegaten Nikolaus Cusanus vom Reformkloster Tegernsee Mönche zur Betreuung der Andechser Wallfahrt.

Die förmliche Stiftung des Klosters durch den Landesherrn erfolgte 1455. Drei Jahre später schrieb Albrecht III. mit dem Stiftsbrief die Grundausstattung des Klosters fest. Als geistliche Aufgaben wurden den Mönchen Gottesdienst, Pflege und Verwahrung des Heiltums, Gebetsgedächtnis und ewiger Jahrtag für die Stifter und kirchliche Verwendung der Wallfahrtsgaben übertragen. Noch 1458 erhielt das Kloster mit Eberhard Stöcklin (1458–1462) seinen ersten Abt. Herzog Albrecht III. bestimmte das Kloster außerdem zu seiner Grablege. Nach seinem Tod 1460 wurde er hier beigesetzt.

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