Abtei Sankt Bonifaz

Abtei Sankt Bonifaz

Das Kloster Andechs ist das Wirtschaftsgut der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München. Die Abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs bildet ein Kloster an zwei Orten. Mit seinen Wirtschaftsbetrieben ermöglicht das Kloster Andechs das pastorale, wissenschaftliche und soziale Engagement der Mönche in Sankt Bonifaz.

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DIE ANFÄNGE
DIE GRAFEN VON ANDECHS - MERANIEN

Die burgartige Gedrängtheit der heutigen Klosteranlage erinnert bis heute daran, dass sich auf dem Heiligen Berg bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts der Stammsitz der Grafen von Andechs – Meranien befand.

Die Herkunft dieses bekannten Grafengeschlechts liegt im Dunkeln.Legendärer Ahnherr ist Graf Rasso. Sein Tod wird auf das Jahr 954 datiert.Er gilt als Begründer des nach ihm benannten Klosters Grafrath am Nordufer des Ammersees, wo er auch begraben liegt.
Der Überlieferung nach hat er von einer Pilgerreise ins Heilige Land so genannte Herrenreliquien mitgebracht. Als Herrenreliquien bezeichnet man Partikel von Dornenkrone, Geißelrute, Spottzepter, Schweißtuch und Kreuz. Sie wurden zum Grundstock des „Heiltums“, des „Heiligen Schatzes“ von Andechs.

Schneller Aufstieg der Grafen von Dießen-Andechs

1080 wird der Name Andechs als „Andehse“ erstmals urkundlich erwähnt. 1128 verpflichtet Graf Berthold II. seine Untertanen, einmal jährlich nach Andechs zu pilgern und die dort verwahrten Reliquien zu verehren. Er begründet damit die älteste Wallfahrt in Bayern. Vier Jahre später unterstellen die Grafen von Dießen ihren Stammsitz in Dießen als Augustiner-Chorherrenstift dem Heiligen Stuhl, machen die Burg Andechs zu ihrem Hauptsitz und tragen fortan den Namen Grafen von Andechs. Hier wird 1176 die hl. Hedwig (gest. 1243) als Tochter der Grafen Berthold IV. und seiner Gemahlin Agnes geboren. Ein Jahr darauf kommen die Heiligen Drei Hostien von Bamberg nach Andechs – als Geschenk Bischof Ottos an seinen Bruder Berthold. Für seine treuen Dienste erhält Graf Berthold IV. 1180 von Kaiser Friedrich Barbarossa den Herzogstitel von Meranien, Dalmatien und Kroatien. 1186 heiratet die hl. Hedwig den Piastenprinzen und späteren König von Polen Heinrich I. auf Burg Andechs. Drei Jahre später zieht Berthold IV. von Regensburg aus mit Kaiser Friedrich Barbarossa ins Heilige Land, wo dieser 1190 im Fluss Saleph ertrinkt.


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Höhepunkt der Macht und Niedergang der Andechs - Meranier

1204 stirbt der einflussreichste Andechs – Meranier, Bertholds IV., Graf von Dießen-Andechs, Markgraf von Istrien und Herzog von Meranien. Mit dem „Bamberger Königsmord“ 1208 wendet sich das Blatt gegen die Andechser Grafen. Otto von Wittelsbach ermordet auf der Hochzeit Ottos von Andechs mit der Nichte Königs Philipps von Schwaben in Bamberg den König. Mitglieder des Hauses Andechs werden zunächst der Täterschaft bezichtigt, fallen in Acht und Bann und verlieren ihre Reichslehen. 1211 wird das Haus Andechs zwar von der Schuld am Königsmord freigesprochen, trotzdem fällt ein Großteil der süddeutschen Besitzungen an die Wittelsbacher.

1235/36 wird Elisabeth von Thüringen (1207-1231), eine Enkelin von Graf Bertholds IV., von Papst Gregor IX. heilig gesprochen. Ihre Gebeine werden in Gegenwart Kaiser Friedrichs II. erhoben.

1246 zerstören die Wittelsbacher die Burg Andechs. Nur die dem hl. Nikolaus geweihte Burgkapelle bleibt bestehen. Der Andechser Reliquienschatz gilt als verschollen. Zwei Jahre später, 1248, stirbt Otto II., der letzte Graf von Andechs, kinderlos auf Burg Niesten in Oberfranken. Das Andechser Grafengeschlecht ist damit in männlicher Linie erloschen. 1267 wird Hedwig, Tochter des Andechser Grafen Berthold IV und Herzogin von Schlesien, gestorben 1243, von Papst Clemens IV. heilig gesprochen.

DER ANDECHSER RELIQUIENSCHATZ

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DIE GRÜNDUNG

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