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LETZTE BLÜTE & SÄKULARISATION
Abtei Sankt Bonifaz

Abtei Sankt Bonifaz

Das Kloster Andechs ist das Wirtschaftsgut der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München. Die Abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs bildet ein Kloster an zwei Orten. Mit seinen Wirtschaftsbetrieben ermöglicht das Kloster Andechs das pastorale, wissenschaftliche und soziale Engagement der Mönche in Sankt Bonifaz.

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LETZTE BLÜTE & SÄKULARISATION

Der Aufschwung von Ende des 17. Jahrhunderts setzt sich am Heiligen Berg zunächst eindrucksvoll fort. Das große 300.Gründungsjubiläum überstrahlt die gesamte Geschichte des Klosters in diesem 18. Jahrhundert.

Doch Aufklärung und Französische Revolution machen auch vor dem Kloster Andechs nicht halt. Das 18. Jahrhundert ist zunächst gekennzeichnet von einer weiteren Blüte des klösterlichen Lebens auf dem Heiligen Berg.


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1715 baut Johann Michael Dietrich aus Tölz eine neue Orgel mit 28 Registern in die Wallfahrtskirche ein. Der Prospekt der Orgel steht heute noch. Auch die Klosterökonomie hat am Aufschwung dieser Jahre teil. 1730 wird ein Bierkeller in den Berg getrieben – unterhalb des späteren Apothekenbaus, dem heutigen Pfarramt.

Das 300-jährige Gründungsjubiläum

1751-1755 lässt Abt Bernhard Schütz (1746-1759) die Wallfahrtskirche und Teile des Klosters in Vorbereitung zum 300jährigen Gründungsjubiläum im Stil des Rokoko umgestalten, unter anderem Fresken, Stuck und Hochaltar.

...macht die alte gotische Hallenkirche fast vergessen – die Andechser Wallfahrtskirche im Rokokogewand (Foto: Thomas Schmid)
...macht die alte gotische Hallenkirche fast vergessen – die Andechser Wallfahrtskirche im Rokokogewand (Foto: Thomas Schmid)

Namhafte Künstler wie der Münchener Maurermeister Lorenz Sappel, der Wessobrunner Stuckateur Johann Baptist Zimmermann, der Bildhauer Franz Xaver Schmädl aus Weilheim und der Münchener Hofbildhauer Johann Baptist Straub wirkten an der Umgestaltung der Kirche mit. 1755 wird schließlich Feier des 300jährigen Gründungsjubiläums des Klosters mit einer Festwoche im September begangen, zu der der Andechser Mönch P. Gregor Schreyer acht Messen komponiert und unter anderem eine große theologische Disputation stattfinden. Unter Abt Meinhard Moosmüller (1759-1767) entsteht 1763-1767 die zweigeschossige Klosterapotheke am Südostrand des Fronhofes mit Fresken von Joseph Matthias Ott (1735-1791), die verschiedene biblische Szenen zum Thema Heilung zeigen. Weitere Baumaßnahmen ziehen sich noch über viele Jahre hin.

Die Säkularisation 1803

Auch der letzte Abt Gregor Rauch aus Erling müht sich um die Erhaltung und Ausschmückung von Kirche und Kloster. Aber Gregor Rauch muss schließlich auch die Aufhebung seines Klosters erleben. Im Gefolge von Aufklärung und den Kriegen mit dem revolutionären Frankreich werden 1803 alle Klöster in Bayern per Reichsgesetz aufgelöst. 1804 werden die Klostergebäude verkauft. Einzig die Wallfahrtskirche und die Apotheke bleiben im Besitz des Staates.
In Andechs durften die Konventualen zunächst noch im Kloster wohnen bleiben, die Gemeinschaft fiel jedoch bald auseinander, weil ihr jedes monastische Leben untersagt war. Besonders die jüngeren Mönche suchten sich neue Aufgaben in weltlicher Seelsorge oder Schule. 1812 schließlich wird die alte Apotheke aufgelöst, ihr Inventar geht an das Allgemeine Krankenhaus nach München.

15. – 17. JAHRHUNDERT

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19. JAHRHUNDERT

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