Abtei Sankt Bonifaz

Abtei Sankt Bonifaz

Das Kloster Andechs ist das Wirtschaftsgut der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München. Die Abtei Sankt Bonifaz in München und Andechs bildet ein Kloster an zwei Orten. Mit seinen Wirtschaftsbetrieben ermöglicht das Kloster Andechs das pastorale, wissenschaftliche und soziale Engagement der Mönche in Sankt Bonifaz.

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MÖNCH WERDEN

Der Mönch ist ein Mann des Aufbruchs, ein Mann des Weges, jemand, der dem Ruf seines Herzens folgt. Der Mönch ist ein Gottsuchender ein Leben lang, denn er glaubt, dass in Gott die Erfüllung seines Sehnens und Suchens liegt.

Übergabe der Benediktsregel während der Professfeier (Foto:Stefan Weigand, Herderverlag Freiburg)
Übergabe der Benediktsregel während der Professfeier (Foto:Stefan Weigand, Herderverlag Freiburg)

"Höre mein Sohn, auf die Weisung des Meisters, neige das Ohr deines Herzens, nimm den Zuspruch des gütigen Vaters willig an und erfülle ihn durch die Tat.“, so begegnet der Heilige Benedikt dem Leser ganz persönlich am Beginn seiner Regel, dem so genannten Prolog. Wer sich so angesprochen weiß und in ein Benediktinerkloster eintritt, durchläuft eine mehrjährige Zeit des Einübens und Hineinwachsens in das Leben als Mönch, an deren Ende die vollgültige Eingliederung (feierliche Profess) in die klösterliche Gemeinschaft steht.

Der Wunsch, seinen Glauben, zu dem auch der Zweifel gehört, als Mönch zu leben, wächst auf je seine Weise. Man braucht dazu nicht ein Fachmann für das Christentum sein. Die Gottsuche in Freiheit, die Freude am Gottesdienst und am Leben der Mönchsgemeinschaft, das „Ja“ zu einem eigenen inneren Unterwegssein sind wichtig für die ersten Schritte. Die Gottsuche des Mönches ist ein ungewisser Weg, auf dem man Erfahrungen macht mit sich und anderen, auf dem sich der Horizont weitet.

 

Postulat
Ein Mann, der sich gewissenhaft überlegt, ein Leben als Benediktinermönch zu beginnen, lernt im Postulat (lat. postulare, prüfen) etwa für etwa 6 bis 12 Monate das monastische Leben und die klösterliche Gemeinschaft besser kennen und gewöhnt sich in die Lebensform ein.

Noviziat
Auf das Postulat folgt das einjährige Noviziat (lat. novus, neu). Am Beginn stehen dabei die Einkleidung des Kandidaten mit dem Mönchshabit und die Übergabe der Benediktusregel. Er bekommt den schwarzen Habit der Benediktinermönche und wird von da ab ein Jahr lang in
Die Gottsuche erfährt eine neue Tiefe. Während des Noviziatsjahres gehen Novize und Mönchsgemeinschaft keine feste Bindung ein. Der Novize beteiligt sich an praktischen Arbeiten und Diensten und hat Unterricht in der Regel des heiligen Benedikt, den Satzungen der Bayerischen Benediktinerkongregation, der Hl. Schrift, der Geschichte des Mönchtums, in Gesang und Liturgie. Am Ende des Jahres kann die Entscheidung für eine dreijährige Bindung stehen (Triennalprofess).

Profess
Die dreijährige Zeit nach dem Versprechen, für drei Jahre als Mönch zu leben (Triennium), soll in die tiefere Gottsuche führen und dem weiteren Hineinwachsen in das Leben als Benediktinermönch in der klösterlichen Gemeinschaft dienen. Ausbildung und Studium bzw. Einarbeitung in eine entsprechende Berufstätigkeit gehören in diesen Zeitraum. Das Triennium kann zur feierlichen Profess (lat. professio, Bekenntnis) führen, dem endgültigen Versprechen zum Mönchsleben in der konkreten Gemeinschaft, Mit der feierlichen ist der Mönch Vollmitglied des Klosters.

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